Creative Strategy | Kampagnenentwicklung | Art Direction | Videoproduktion | Copywriting | OOH-Werbung | UX-Design | Motion Design | Radiowerbung | Kinowerbung | Sound Design | Crossmedialer Rollout
Haltung statt PowerPoint
Wie übersetzt man komplexe, abstrakte Themen wie die Transformation der deutschen Wirtschaft in eine zugängliche Geschichte? Man hört auf, Fortschritt nur theoretisch zu predigen – und macht ihn stattdessen greifbar. Für die Bayerische Landesbank (BayernLB) haben wir Finanzkommunikation neu gedacht und gezeigt: Wirtschaftsthemen müssen weder wie eine PowerPoint-Präsentation aussehen, noch sich so anfühlen. Sie vertragen Haltung, Mut und echtes Storytelling.
Die Angst vor dem Loslassen
Deutschland hält oft zu lange an Dingen fest, nur weil sie sich vertraut anfühlen. Braunkohle, Verbrennungsmotor und Kupferkabel waren einst die Motoren unseres Wohlstands. Heute ist die Welt eine andere – wie auch die Anforderungen an Technologien, die uns die Zukunft bereiten sollen. Die strategische Aufgabe bestand darin, den Unternehmen die Angst vor diesem Wandel zu nehmen und die BayernLB als verlässlichen Finanzierungspartner für die Transformation zu positionieren.
Johannes Priewich,
Creative Strategy Lead
Die Leitidee: Später sieht Früher immer alt aus.
Unsere Antwort auf diese psychologische Hürde: Wir verdammen alte Gewohnheiten nicht, wir schicken sie offiziell und würdevoll in Rente – archiviert im „Museum der Gegenwart“. Hier stellen wir einst gefeierte Technologien in beleuchteten Glasvitrinen aus. Das schafft gedanklich Platz für Innovationen und verdeutlicht ein historisches Grundprinzip: Überholtes macht Platz für Neues. Nostalgie ist an dieser Stelle nachvollziehbar, echtes Bedauern aber fehl am Platz. Denn – und das ist die zentrale Botschaft der Kampagne – „Später sieht Früher immer alt aus.“
Der Protagonist
Wer könnte diesen Wandel glaubhafter einordnen als jemand, der den Deutschen fast 40 Jahre lang jeden Abend die Weltläufe ins Wohnzimmer gebracht hat? Gemeinsam mit Ex-Nachrichtensprecher Jan Hofer wechseln wir die Perspektive: Nach über drei Jahrzehnten Berichterstattung über das Gestern blickt er für die BayernLB auf das Morgen. Seine charmante, entwaffnend selbstironische Art verleiht dem Thema die nötige Leichtigkeit.



Die Umsetzung: Nachts im Deutschen Museum
Um den konzeptionellen Spagat zwischen Faktentreue und cineastischer Ästhetik visuell einzulösen, haben wir die Kampagne dort produziert, wo historische Innovationen zu Hause sind: im Deutschen Museum in München. In einem 13-stündigen Nachtdreh verwandelten wir die leeren, monumentalen Kraftmaschinen- und Luftfahrthallen in unsere Bühne.
Der Rollout: Maßgeschneidert an jedem Touchpoint
Aus dem Hauptdreh haben wir ein modulares Content-Ökosystem („Content-Mining“) abgeleitet, das es uns ermöglicht, die Kampagne hochgradig plattformspezifisch und crossmedial auszuspielen:

»Die visuelle Herausforderung bestand darin, unglamouröse Alltagsgegenstände wie eine Zapfpistole in museale Artefakte zu verwandeln. Durch das gezielte Lichtdesign und die Inszenierung unter Glas – im harten Kontrast zu den gigantischen historischen Maschinen im Hintergrund – spürt der Betrachter sofort: Das hier ist das Ende einer Ära.«
Simon Kuprian,
Head of Art Department
Wir bedanken uns bei unserem Fotografen und Regisseur Niclas Niessner, der uns bei dem Projekt unterstützt hat.
Neugierig geworden? Lass’ uns über eure maßgeschneiderte Lösung sprechen. Unser Head of Art Department, Simon Kuprian, steht euch gerne zur Verfügung.
Kontaktiere uns direkt und vereinbare ein unverbindliches Gespräch:
T: +49 89 45 21 91 62